FBV Bühlertal


FBV-Bühlertal -Aktuelles-


Wie geht es in der Schul- und Bildungspolitik in Bühlertal weiter?

 
Bekanntlich hat der Gemeinderat im November 2009 mit großer Mehrheit für den Erhalt der in der Dr.-Josef-Schoferschule zusammengelegten Hauptschule und gegen eine Kooperation mit einer Bühler Schule zur Einführung einer Werkrealschule gestimmt.

Nach vielen Informationen und kontroversen Diskussionen haben auch wir von der FBV-Fraktion dieser Vorgehensweise mehrheitlich zugestimmt. Wir sahen darin die für die Gemeinde größtmögliche Einflussnahme zum langfristigen Erhalt der weiterführenden Schulen in Bühlertal.

Stand heute war dies die richtige Entscheidung, da sogar Schüler aus weiter entfernten Bühler Stadtteilen die Bühlertäler Hauptschule besuchen. Hier zeigt sich, dass die Schüler und Eltern für ein gutes Bildungsangebot auch weite Wege in Kauf nehmen. Die vermehrt gut informierte Elternschaft entscheidet sich bewusst für Wohnorte, in denen sie eine Infrastruktur vorfindet, die Familie und Beruf optimal vereinbaren lässt. Günstiges Bauland alleine wird mittel- und langfristig keine Familie mehr an ein Dorf binden.

Mit der geplanten Abschaffung der verpflichtenden Grundschulempfehlung haben unsere Bühlertäler Schulen jedoch weitere Herausforderungen zu bestehen. Was machen wir, wenn, was viele befürchten, ein Run auf die Gymnasien einsetzt? Welche Auswirkungen wird der Wegfall auf unsere bestehenden Schulen haben? Wir dürfen uns diesem Thema frühzeitig annehmen. Eine Haltung des Zurücklehnens und Abwartens können wir uns nicht erlauben.

Wie so oft bietet jedes Risiko jedoch auch seine Chancen, die wir frühzeitig erörtern und hiernach umsetzen sollten. Gerade in einer Gemeinschaftsschule mit spezifischem Profil (nicht zu verwechseln mit der herkömmlichen Gesamtschule) sieht die Landesregierung eine Schule, „die Chancengleichheit und Leistung in positiver Weise miteinander verbinden kann.“ Es handle sich „nicht um eine Einheitsschule, sondern gerade im Gegenteil, um eine Schule, in der Individualität ermöglicht wird und der Umgang mit ihr – gegen die vermeintlich homogenen, je abgegrenzten Einheitsschulen im jetzt gegliederten Schulsystem.“
 
Die grün/rote Landesregierung hat die Änderungen in der Bildungspolitik bereits angestoßen. Die nötige Schulgesetzänderung könnte vom Kabinett im April d. J. verabschiedet werden. Viele Fachleute sehen für den ländlichen Raum Regional- oder Gemeinschaftsschulen als die einzige Möglichkeit, um Bildung am Ort überhaupt halten zu können. Von daher werden wir gespannt den Blick nach Stuttgart richten.

Für weitreichende bildungspolitische Reformen wird es in der Kommune der Einigung von mehreren Akteuren bedürfen. Neben dem Bürgermeister mit der Verwaltung und dem Gemeinderat sind insbesondere die Schulen mit den Schülern und Eltern aufgefordert eine einvernehmliche und für alle langfristig tragbare Lösung zu suchen. Eine frühzeitige Beteiligung und öffentliche Diskussion wird helfen, um etwaige „Schreckgespenster“ zu vertreiben und sachliche Diskussionen führen zu können.


                   
 
(Bilder entnommen aus den Homepages unserer Bühlertäler Schulen)

Die FBV wird an diesem wichtigen Thema dran bleiben und bei nächster Gelegenheit wieder berichten.

Hier finden Sie die Links zu den Bühlertäler Schulen:

http://www.franziska-hoell-schule.de

http://www.djs.ra.schule-bw.de/

 

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